Dettling Stiftung.

Dettling baut Film-Kulisse auf dem Buosinger Schutt

1941 entstand am mutmasslichen Standort des Hauses unseres Stammvaters Kaspar in Buosingen ein Film-Dorf. Severin Dettling (1906) war in den Bau und in die Dreharbeiten involviert.

Dettling-Holz fürs Film-Dorf

Der Regisseur Leopold Lindtberg wählte das Buosinger Schuttgebiet als Drehort für den Schweizer Film «Landammann Stauffacher», der zu Beginn des 14. Jahrhunderts, im Vorfeld der Schlacht am Morgarten spielt. Lauerzer Taglöhner rekonstruierten ein mittelalterliches Dorf als Kulisse und Severin Dettling, wohnhaft auf der Mühle, organisierte die Bauarbeiten. Als Lauerzer Waldbesitzer und Sager lieferte er vermutlich auch das Holz für den Bau der Hütten.

Auf «Du» mit Anne-Marie Blanc und Heinrich Gretler

Während der Dreharbeiten lernte Severin Heinrich Gretler und Anne-Marie Blanc, die Darsteller des Ehepaars Stauffacher kennen. Die Schauspieler-Truppe verbrachte die Abende gerne im Gasthof Adler, wohin es Severin regelmässig zog. Noch im hohen Alter erzählte er stolz, er sei «Duzis» gewesen mit Anne-Marie und Heiri. Gut möglich, dass Severins Frau Hedi (1915) die Schauspieler sogar in der Mühle bewirtete, die sie bis vor dem Krieg als Wirtschaft geführt hatte.

Vater und Kind als Statisten

Der Höhepunkt für die Familie dürfte gewesen sein, als Severin, sein damals knapp sechsjähriger Sohn Hans (1935) und die Tochter Hedi (1938) Rollen als Statisten bekamen: Hans und Hedi waren unter den Kindern, die in der Schlacht Steine auf die Habsburger warfen und Severin spielte einen Komparsen.

Geschichte überliefert von Severin (1906) und Hedi (1914) an ihre Kinder. Der Stiftung weitererzählt im November 2021 von Willi (1939) und Josef (1946). Das Foto des Film-Dorfes befindet sich im Familienbesitz. Die Fotos der Filmszenen sind Screenshots aus dem Internet.